Kicking for Change

Projektstatus:

Laufend

Projektort:

Lima, Peru

Projektzeitraum:

September 2013 - offen

Projektausgaben:

8.100€ (2017)

Projektleiter:

Luzie Bartle

Worum geht's?

 

Für die kommenden Jahre steht Bildung im Vordergrund der politischen Agenda Perus, aber mit einer durchschnittlichen Investitionsrate von 3% des Bruttoinlandsproduktes in den Bildungsbereich gehört Peru bei der weltweiten PISA-Bildungsstudie seit Jahren zu den Schlusslichtern.

Obwohl in Peru die Schulbildung seit 1996 verpflichtend und kostenlos ist, bricht ein Viertel der Bevölkerung ihre Ausbildung nach der Grundschule ab. Fehlende Lernmaterialen, schlecht bezahlte Lehrkräfte und eine inadäquate Infrastruktur tragen dazu bei, dass im Durchschnitt sieben von zehn Kindern in Peru nicht verstehen, was sie lesen. Dazu stellen eine hohe Arbeitslosigkeit, hohe Kinderarbeitsquoten und häusliche Gewalt große Hindernisse für eine positive Entwicklung der Jugend in Peru dar.

 

Genau hier setzt die Organisation Pásala! an. Gegründet wurde die NGO 2010 von Jose Devercelli und seiner Frau Amanda Epstein. Die beiden arbeiteten gemeinsam das Konzept von Pásala! aus. Das Team umfasst mittlerweile sieben Mitarbeiter, von denen drei als Lehrer kontinuierlich die Kinder betreuen.

Momentan begleitet Pásala! 80 Schüler der Schule “Fe & Alegría” im Elendsviertel Pamplona Alta. Hier organisiert Pásala! eine kostenlose, frei wählbare Nachmittagsbetreuung, in der die Kinder an zwei Nachmittagen in der Woche für jeweils 2 ½ Stunden teilnehmen können. Alles findet in ihrer Schule nach dem regulären Unterricht statt.

Dabei wird das Interesse der Kinder für Fußball genutzt, um die Inhalte zu vermitteln. In dem ersten Teil des Nachmittagprogrammes lesen die Schüler gemeinsam Texte und verfassen eigene Aufsätze zu unterschiedlichen Themen. Anschließend findet das Fußballtraining auf dem Sportplatz der Schule statt.

Was wollen wir erreichen?

 

Ziel des Projektes ist es, benachteiligten Kindern eine bessere Schulbildung und somit langfristig eine berufliche Perspektive zu ermöglichen.

Außerdem versucht Pásala! ein integratives Konzept zu entwickeln, um nicht nur die Bildungsgrundlagen der Kinder zu verbessern, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen in verschiedenen Bereichen zu entwickeln. Eine Atmosphäre von Wärme und Sicherheit sowie der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Schülern und Lehrern wird als Grundlage für die Entwicklung von Werten wie Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Offenheit, Kritikfähigkeit und Selbstwirksamkeit angesehen.

Bei Pásala! spielen Jungen und Mädchen zusammen, um bei Männern von klein an Vorurteile gegen Frauen abzubauen. Den Kindern wird im Unterricht immer zugehört und sie werden aktiv nach ihrer Meinung gefragt. Dadurch soll ihnen gezeigt werden, dass ihre Meinung wichtig ist und sie kritisch denken sollen.

Fußball als Teamsport ermöglicht es, Kindern zu veranschaulichen, dass sie Teil von etwas Größerem sind und ihr Verhalten und ihre Entscheidungen Auswirkungen auf sie selbst und andere haben.

Wie ist der aktuelle Stand?

 

Momentan gibt es zwei Klassen, die an Pásala’s Programm teilnehmen. Die von uns unterstützten Kinder besuchen zur Zeit die 5. Klasse. In den vergangenen Jahren haben wir bereits eine Klasse vom 4. bis zum 7. Schuljahr begleitet.

 

Derzeit ist erneut eine positive Entwicklung des Programms erkennbar: Die Kinder erscheinen regelmäßig im Unterricht (im Vergleich zu früheren Jahren) und bringen teilweise sogar ihre jüngeren Geschwister mit, auf die sie sonst Zuhause aufpassen müssten. Das Interesse an der Schulausbildung ist im Allgemeinen gestiegen. Im Jahr 2017 fand außerdem eine einmalige Projekterweiterung statt: Es wurden neue Tische und ein Fußballnetz angeschafft und Aktivitäten für das Jahr 2018 geplant, bspw. die Teilnahme an dem Programm „Audience Education“ des Nationaltheaters oder ein Workshop mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern. Des Weiteren fand ein großes Fußballturnier statt, bei dem die 5. Klasse den ersten Platz erreichte. Der Schwerpunkt der finanziellen Ausweitung liegt jedoch auf einer größeren Evaluierung des Projekts, welche von peruanischen Studenten durchgeführt werden soll, um den Erfolg des Projektes anhand von wissenschaftlichen Methoden zu quantifizieren.

Dieses Projekt wird gefördert durch

Campus for Change e.V.

Postfach 340221

80099 München

 

info(at)campus4change.org

Spendenkonto:

Campus for Change e.V.

IBAN: DE 22 7015 0000 1003 5561 47

BIC: SSKMDEMMXXX

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Vereinsregister: VR203409

 

Sitz und Gerichtsstand:

Amtsgericht München

 

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