Hoffnung trotz HIV!

Projektstatus:

Abgeschlossen

Projektort:

Foumban, Kamerun

Projektzeitraum:

Oktober 2010 - August 2012

Projektausgaben:

17.000€ insgesamt

Projektleiter:

Lisanne Grünherz

Worum geht's?

 

Die Zahl der HIV-Infizierten wird für Kamerun von der WHO auf 5-7%, mit einer Rate von 1,2% an Neuinfektionen pro Jahr, geschätzt. Mit HIV infiziert zu sein bedeutet für die Leidenden nicht nur ein sich kontinuierlich verschlechternder gesundheitlicher Zustand sondern infolge der Stigmatisierung vielmehr ein Verlust an Selbstwert, Hoffnung und Lebensenergie. Bereits 16-30% der Kinder infizieren sich mit HIV, 90% davon infizieren sich über die Mutter, vor allem während der Stillzeit. Die Hälfte dieser Kinder stirbt im 1. Lebensjahr, die Anderen zum Großteil vor Erreichen des 6. Lebensjahres.

Korruption und mangelnde Infrastruktur verhindern, dass HIV-Tests sowie die zur Behandlung der Erkrankung notwendigen Bluttests und die antiretrovirale Therapie, die eigentlich von der Regierung bezahlt wird auch bei den Menschen ankommen.

Unser Projektpartner Frère Miedji Eric Michel Ngankam, Mitglied der „Les petites frères de Jésu“, ist durch seine langjährige Arbeit in Foumbans kleiner Krankenstation Kuéka, gut mit den Missständen in der medizini¬schen Versorgung und dem Leid HIV-positiver Patienten vertraut und kämpft an der Seite junger Mütter um deren Existenz. Frère Eric, den wir über eine Münchener Medizinstudentin kennen gelernt hatten und den wir von früheren Projektreisen bereits gut kannten, berichtete uns im Oktober 2010 von steigenden HIV-Zahlen. Besonders problematisch sei die Infektionsrate der Säuglinge, die während der Stillzeit durch die Mutter transfiziert werden. Die Ernährung des Säuglings durch Muttermilchersatz, der gemäß WHO bis einschließlich des 2. Lebensjahres gegeben werden soll, sei allerdings für den Großteil der HIV-positiven Mütter finanziell nicht möglich (monatliche Kosten für das Milchpulver: 28€). So starteten wir unser Projekt Hoffnung trotz HIV!

Was haben wir erreicht?

 

Bereits im Oktober 2010 startete Campus for Change mit der Unterstützung 10 HIV-positiver Mütter durch die Finanzierung des Muttermilchersatzes und einer kontinuierlichen medizinischen Versorgung.

Nach einer Projektreise im April 2011, während der wir uns mit der Lage und den Möglichkeiten vor Ort vertraut machen konnten, nahmen wir den Aspekt des Existenzaufbaus, der jeder Mutter die Möglichkeit der Gründung eines Kleinunternehmens oder einer Schulausbildung geben soll, in das Projektkonzept auf. Die Beachtung der individuellen Bedürfnisse jeder Frau sollen beim Prozess des Existenzaufbaus im Mittelpunkt stehen und neue Hoffnung und Selbstvertrauen vermitteln.

Neben der antiretroviralen Therapie Frère Eric und sein Projektteam haben sich dazu verpflichtet die medizinsche Versorgung, das heißt die Antiretrovirale Therapie, den HIV-Status von Mutter und Kind, sowie die medizinische Behandlung in Notfällen zu koordinieren. Außerdem sorgt Frère Eric für eine regelmäßige Verteilung des Muttermilchersatzes für die Säuglinge.

Im August 2012 haben alle Mütter entweder mit einer Ausbildung oder der Gründung eines Kleinunternehmens begonnen. Sowohl Frère Eric, Maria Couthino von CEPS als auch unser Famu-lantenteam von Students for Cameroon, die ebenfalls vor Ort waren, berichten von einem, den Umständen entsprechenden, guten Gesundheitszustand von Mutter und Kind, sowie einer sehr guten Entwicklung der Mütter in Bezug auf ihre neue Tätigkeit.

 

 

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