Hilfe für Chinchpada

Projektstatus:

Abgeschlossen

Projektort:

Chinchpada, Indien

Projektzeitraum:

Januar 2012 - Dezember 2012

Projektausgaben:

15.000€

Projektleiter:

Amrei Aufderheide

Worum geht's?

 

Indien ist, obwohl es sich um ein relativ erfolgreiches Schwellenland handelt, noch von extremer Armut großer Bevölkerungsteile, vor allem im ländlichen Raum, geprägt. Das staatliche Gesundheitssystem leidet unter Korruption - Privatkliniken sind für die ländliche Durchschnittsbevölkerung unerschwinglich. Christliche Krankenhäuser, wie das Chinchpada Christian Hospital, werden deshalb besonders von der Landbevölkerung geschätzt; es werden Patienten aller Glaubensrichtungen aufgenommen und ohne Bewertung der Religionszugehörigkeit mit derselben Zuwendung behandelt. Gleichzeitig gibt es eine unterschwellige Diskriminierung christlicher Einrichtungen durch die hinduistische Verwaltung, so dass die tägliche Arbeit und auch Weiterentwicklungen behindert werden. Die Projektpartner zeigen jedoch bewundernswerte Energie und Durchhaltevermögen mit diesen Hindernissen umzugehen. Das Chinchpada Christian Hospital ist ein Missionskrankenhaus der Emmanuel Hospital Association im Norden des indischen Bundesstaates Maharashtra. Pro Jahr werden ungefähr 6500 ambulante und 2000 stationäre Patienten behandelt und ist in einem großen Umkreis bekannt für seine gute Patientenversorgung. Die Kosten für die zum großen Teil materiell sehr armen Bauern in der Region werden so niedrig wie möglich gehalten, obwohl die Behandlungskosten die einzigen Einnahmen des Krankenhauses sind. Dadurch stehen dem Krankenhaus sehr begrenzte Mittel zur Verfügung, sodass die Gebäude stark renovierungsbedürftig sind. Zudem ist die Strom- und Wasserversorgung sehr unregelmäßig, worunter besonders der hygienische Standard leidet. Strom aus dem öffentlichen Stromnetz steht nur stundenweise und meist nur nachts zur Verfügung. Das Notstromaggregat reicht bei Operationen oft nicht für die gleichzeitige Versorgung von Licht und Absaugung, geschweige denn die Versorgung des Beatmungsgerätes. Zudem ist die Versorgung von Schwerverletzten nur unzureichend gewährleistet. Für den Transport von schwerverletzten Patienten oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem Krankenhaus nicht therapiert werden können, steht kein angemessenes Transportmittel zur Verfügung.

Was haben wir erreicht?

 

Während einer Famulatur in Indien lernte die Münchener Medizinstudentin Amrei Aufderheide das Chinchpada Christian Hospital und das Ehepaar Gahukamble kennen. Schnell entstand die Idee, gemeinsam mit Campus for Change ein Projekt zu initiieren, um die Patientenversorgung dort mit einfachen Mitteln zu verbessern. Die Finanzierung eines Krankenwagens inkl. Beatmungsgerät und Sauerstoffkonzentrator hat den Transport von schwerverletzten Patienten oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem Krankenhaus nicht therapiert werden können, adäquat – mit Sauerstoff und intravenöser Flüssigkeits- und Medikamentenversorgung - gewährleistet. Außerdem ermöglicht der Krankenwagen den Besuch schwerkranker Patienten aus den umliegenden Dörfern sowie ihren Transport ins Krankenhaus. So können die Leiden der Patienten verringert und die Überlebenschancen gesteigert werden. Im Jahr 2013 planen haben wir vor Ort die Installation einer Photovoltaik Anlage zur konstanteren Stromversorgung (vor allem tagsüber) des Krankenhauses ermöglicht. Durch eine bessere Stromversorgung durch Solarzellen hat sich die Situation im Krankenhaus für alle Patienten verbessert. Insbesondere jedoch der Ablauf im OP wurde durch eine stabilere Stromversorgung reibungsloser und somit wurden die OP-Risiken für jeden Patienten reduziert.

 

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