Healthcare for Change

Projektstatus:

Laufend

Projektort:

Korogocho, Nairobi

Projektzeitraum:

Juli 2017 - offen

Projektausgaben:

3.300€ (2017)

Projektleiter:

Jona Roßmann

Worum geht's?

 

Korogocho ist einer der größten und zugleich ärmsten Slums Nairobis, der Hauptstadt Kenias. Auf eineinhalb Quadratkilometer leben hier mehr als 150.000 Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser, Bildung und medizinscher Versorgung. Unter den katastrophalen Bedingungen leiden vor allem die Kinder im Slum. Sie arbeiten meist als Müllsammler auf der benachbarten Mülldeponie und sind so auf der Suche nach nicht immer unbedenklich genießbaren Lebensmitteln tagtäglich hochgiftigen Substanzen ausgesetzt. Die Initiative Hope for Future betreibt in Zusammenarbeit mit der Diakonie Österreich, Brot für die Welt und den örtlichen Projektpartnern zwei Primary Schools in Korogocho und bietet 950 Kindern des Slums zwischen 7 und 14 Jahren qualitativ hochwertige schulische Bildung und Mittagessen. Die Schulkinder und ihre Familien werden zusätzlich von Sozialarbeitern unterstützt und betreut. Die medizinische Versorgung der Kinder stellt aber eine besondere Herausforderung für die Lehrer und Sozialarbeiter dar. Die häufigsten gesundheitlichen Probleme der Kinder sind infektiöse Durchfallerkrankungen und Erkrankungen der Atemwege. Für Kinder mit chronischen Erkrankungen wie Malaria, Sichelzellanämie oder HIV ist die Lage

besonders prekär. Oft übersteigen die Behandlungskosten die finanziellen Mittel der Familien um ein Vielfaches.

Was wollen wir erreichen?

 

Campus for Change e.V. möchte Schritt für Schritt mit drei gezielten Maßnahmen in Korogocho helfen und die Situation der Kinder in den Schulen von Hope for Future langfristig verbessern.

 

  1. Einführung einer zusätzlichen vitaminreichen Mahlzeit pro Woche

Momentan werden die Kinder einmal pro Tag mit einem Brei aus Mais und Bohnen versorgt. Zusätzlich werden zweimal pro Woche Bananen ausgegeben. Für den Großteil der Kinder stellen diese Mahlzeiten die einzige Nahrungsquelle dar. Um langfristig eine abwechslungsreiche und reichhaltige Ernährung zu ermöglichen, wird ab Juni 2017 eine zusätzliche Mahlzeit pro Woche mit Porridge und Gemüse eingeführt. Hierfür sind ca. 15 KSH (0.14 EUR) pro Mahlzeit notwendig. Mit rund 550 EUR pro Monat kann dieses erste Ziel erreicht werden.

 

  1. Krankenversicherung über den NHIF für Familien mit chronisch oder schwer kranken Kindern

Eine schwere oder chronische Erkrankung eines Familienmitgliedes bedeutet in der Regel entweder den Tod des Betroffenen, weil er keinen Zugang zu adäquater, medizinischer Versorgung hat, oder den finanziellen Ruin der gesamten Familie. Ziel des Projekts ist es, die betroffenen Familien im Rahmen der staatlichen Krankenversicherung NHIF zu versichern. Dadurch steht den Patienten eine kostenfreie ambulante sowie stationäre Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern zur Verfügung. Geplant ist in einem ersten Schritt etwa 30 betroffene Familien zu versichern. Die Kosten belaufen sich hierbei auf eine Vorauszahlung von 6.000 KSH (55 EUR) pro Familie für das erste Jahr und im Verlauf monatlich auf 500 KSH (4,60 EUR) pro Familie.

 

  1. Etablierung einer Schulkrankenschwester

Akute gesundheitliche Probleme der Kinder werden oft sehr spät bemerkt, weil viele Eltern nicht wissen, wann ihr Kind medizinische Hilfe benötigt und die Kinder selbst kaum oder erst sehr spät über körperliche Beschwerden klagen. Aktuell versuchen die Sozialarbeiter von Hope for Future jeden Morgen die einzelnen Klassen zu besuchen, um kranke Kinder zu identifizieren. Bei der Einschätzung des gesundheitlichen Zustandes der Kinder stoßen sie dabei aber an Ihre Grenzen. Im Schnitt müssen etwa 10-15 Kinder pro Tag zu einer lokalen Krankenstation begleitet werden, um dort medizinisch versorgt zu werden. Ziel des Projekts ist es, die dauerhafte Präsenz einer Krankenschwester an einer der beiden Schulen zu ermöglichen. Diese wird die Kinder täglich in den Klassen besuchen, Impfkampagnen und Hygieneschulungen koordinieren und die medizinischen Unterlagen der Schulkinder pflegen. Die Kosten für eine Krankenschwester betragen etwa 40.000 KSH (370 EUR) pro Monat. Hinzu kommen Kosten für Medikamente und Verbrauchsmaterialen.

Wie ist der aktuelle Stand?

 

Zum Projektstart haben wir gemeinsam mit der Diakonie Österreich den Projektvertrag ausgearbeitet und an alle Beteiligten versendet. Dabei war die Klarstellung von Prozessen, Zuständigkeiten, Beziehungen und Zugehörigkeiten von besonderer Bedeutung. Den ersten Schritt unseres Maßnahmenpaketes konnten wir im Juli 2017 in die Tat umsetzen. Das bedeutet,

dass von diesem Zeitpunkt an 950 Kinder in Korogocho zusätzlich eine vitaminreiche Mahlzeit pro Woche erhalten. Die wöchentliche Ausgabe von Porridge mit Gemüse war der erste Schritt, um langfristig eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung der Kinder zu gewährleisten.

 

Nach erfolgreicher Umsetzung dieser Etappe ist der nächste Schritt, Familien mit chronisch oder schwer kranken Kindern eine Krankenversicherung zu gewährleisten. Dafür haben wir im Jahr 2017 bereits das Auswahlverfahren und die Organisation der Krankenversicherungen vorbereitet. Ausblick Zu Beginn des Jahres 2018 wurden die ersten Krankenversicherungen für zehn Familien abgeschlossen.

 

Als dritten geplanten Schritt sehen wir vor, eine Krankenschwester vor Ort in Vollzeit zu beschäftigen. Sie wird mit den notwendigen Medikamenten und Ausrüstungen ausgestattet werden und kleinere Infektionen und akute Verletzungen behandeln. Die Finanzierung dieses Projektes wird zu neben unserem großartigen Spendernetzwerk aus Privatpersonen von der Else Kröner Fresenius Stiftung übernommen.

Dieses Projekt wird gefördert von

Campus for Change e.V.

Postfach 340221

80099 München

 

info(at)campus4change.org

Spendenkonto:

Campus for Change e.V.

IBAN: DE 22 7015 0000 1003 5561 47

BIC: SSKMDEMMXXX

Stadtsparkasse München

Vereinsregister: VR203409

 

Sitz und Gerichtsstand:

Amtsgericht München

 

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